Google hat am 18. August 2026 das August 2026 Spam Update für die Google-Suche gestartet. Der Rollout wurde am 21. August 2026 abgeschlossen. Das Update gilt weltweit und für alle Sprachen.
Für Website-Betreiber und SEO-Teams beginnt damit die eigentliche Analyse: Haben sich Rankings, Klicks oder Impressionen nach dem Update nachhaltig verändert? Und falls ja, welche Seiten oder Suchanfragen sind betroffen?
Inhaltsverzeichnis
Was ändert sich mit dem Google Spam Update?
Mit Spam-Updates passt Google seine Systeme an, um Websites und Inhalte besser zu erkennen, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen. Dazu gehören Black-Hat-SEO-Methoden wie beispielsweise Cloaking oder gekaufte Links.
Google bezeichnete das August 2026 Spam Update als normales Spam-Update. Es wurde weltweit und für alle Sprachen ausgerollt. Konkrete Angaben dazu, welche Spam-Praktiken mit diesem Update besonders betroffen sind, hat Google nicht veröffentlicht.
Das August-Update ist das dritte bestätigte Spam-Update von Google im Jahr 2026. Zuvor gab es bereits Spam-Updates im März und Juni.
Rollout: Start, Dauer und Gültigkeit
Der Rollout des August 2026 Spam Updates begann am 18. August 2026 und wurde laut Search Status Dashboard am 21. August 2026 abgeschlossen. Insgesamt dauerte die Ausspielung rund zwei Tage und 16 Stunden. Das Update gilt weltweit und für alle Sprachen.
Welche Spam-Praktiken beim aktuellen Update besonders berücksichtigt werden, hat Google bisher nicht bekannt gegeben. Daher lässt sich derzeit nicht zuverlässig beurteilen, ob eine bestimmte Technik oder Content-Art gezielt im Mittelpunkt stand.
Welche Websites können betroffen sein?
Das Update richtet sich nicht gegen bestimmte Branchen oder Content-Formate. Entscheidend ist, ob eine Website Praktiken einsetzt, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen.
Dazu gehören unter anderem:
- Scaled Content Abuse: Inhalte, die in großer Menge und ohne ausreichenden Mehrwert erstellt werden, beispielsweise mithilfe automatisierter Systeme
- Site Reputation Abuse: Fremde Inhalte, die vom Ruf einer etablierten Domain profitieren sollen, obwohl sie inhaltlich nicht zur Website passen
- Keyword-Stuffing: Die übermäßige Verwendung von Suchbegriffen, um Rankings zu beeinflussen
- Expired Domain Abuse: Abgelaufene Domains werden genutzt, um bestehende Signale für neue Inhalte auszunutzen
Auch wenn eine Website keine dieser Praktiken einsetzt, können sich Rankings während des Rollouts verändern.
Was solltest Du nach dem Rollout prüfen?
Da der Rollout inzwischen abgeschlossen ist, kannst Du die Entwicklung Deiner Website gezielter mit dem Zeitraum vor dem Update vergleichen.
Rankings und organischen Traffic analysieren
Vergleiche die Daten aus der Zeit vor dem 18. August mit den Tagen nach Abschluss des Rollouts.
Besonders interessant sind:
- organische Klicks und Impressionen
- durchschnittliche Positionen
- wichtige Keywords
- betroffene URLs
- einzelne Verzeichnisse oder Content-Bereiche
- Veränderungen bei Brand- und Non-Brand-Suchanfragen
Ein einzelner schlechter Tag reicht dabei nicht aus, um einen Zusammenhang mit dem Update herzustellen. Aussagekräftiger sind Veränderungen, die sich über mehrere Tage zeigen.
Google Search Console auf Veränderungen prüfen
Analysiere in der Google Search Console insbesondere die Seiten und Suchanfragen, bei denen sich die Performance deutlich verändert hat.
Fragen, die bei der Analyse helfen:
- Welche URLs haben deutlich an Klicks verloren?
- Sind bestimmte Verzeichnisse stärker betroffen?
- Haben sich Impressionen und durchschnittliche Position gleichzeitig verändert?
- Sind vor allem bestimmte Suchanfragen oder Themenbereiche betroffen?
- Gibt es Seiten, die nach dem Update deutlich mehr Sichtbarkeit erhalten haben?
So lässt sich besser unterscheiden, ob es sich um eine allgemeine Ranking-Schwankung oder eine auffällige Veränderung handelt.
Manuelle Maßnahmen kontrollieren
Prüfe zusätzlich in der Google Search Console, ob für Deine Website eine manuelle Maßnahme vorliegt.
Eine manuelle Maßnahme ist allerdings nicht dasselbe wie eine algorithmische Veränderung durch ein Spam-Update. Deshalb sollte beides getrennt betrachtet werden.
Inhalte auf mögliche Spam-Signale prüfen
Wenn sich nach dem Update deutliche Veränderungen zeigen, solltest Du die betroffenen Inhalte genauer im Blick behalten.
Prüfe beispielsweise:
- Gibt es viele Seiten mit nahezu identischen Inhalten?
- Wurden große Mengen an Content ohne ausreichende redaktionelle Prüfung veröffentlicht?
- Haben die Seiten einen eigenständigen Mehrwert für Nutzer?
- Erfüllen die Inhalte die E-E-A-T-Anforderungen im SEO?
- Sind sie tatsächlich auf die Zielgruppe ausgerichtet?
- Gibt es viele ähnliche oder nahezu identische Seiten?
- Wurden Inhalt nur erstellt, um bestimmte Suchbegriffe abzudecken?
- Werden automatisch erstellte Inhalte ausreichend geprüft und bearbeitet?
Backlink-Profil analysieren
Überprüfe auch Dein Backlink-Profil auf auffällige Muster. Dazu gehören beispielsweise gekaufte Links oder andere Maßnahmen, die gezielt Rankings beeinflussen sollen.
Wichtig: Ein einzelner schwacher oder themenfremder Backlink ist dagegen nicht automatisch ein Spam-Verstoß. Entscheidender sind eher Umfang, Muster und Zweck der Links. In unserem Beitrag Linkbuilding im SEO erklären wir, worauf es beim Aufbau eines natürlichen Backlink-Profils ankommt.
Hat das Update etwas mit KI-generierten Inhalten zu tun?
Auch dazu gibt es keine konkrete Aussage von Google zum August 2026 Spam Update.
Der Einsatz von KI bei der Content-Erstellung ist nicht automatisch ein Verstoß gegen Googles Spam-Richtlinien. Problematisch kann vielmehr Content sein, der in großem Umfang automatisiert erstellt wird und dabei keinen ausreichenden Mehrwert für Nutzer bietet.
Deshalb sollte nicht pauschal von einem „KI-Content-Update“ gesprochen werden. Dafür gibt es derzeit keine belastbare Grundlage.
Fazit: Daten beobachten und Ursachen prüfen
Das Google August 2026 Spam Update ist seit dem 21. August vollständig ausgerollt. Google hat das Update als normales Spam-Update bezeichnet und keine konkrete Spam-Praktik als besonderen Schwerpunkt genannt.
Wenn sich die Sichtbarkeit Deiner Website seit dem Start des Updates verändert hat, solltest Du deshalb nicht vorschnell eine bestimmte Ursache annehmen. Vergleiche zunächst Rankings, Klicks, Impressionen und betroffene URLs vor und nach dem Rollout.
Zeigen sich dabei nachhaltige Veränderungen, solltest Du eine detaillierte Prüfung der betroffenen Inhalte vornehmen. So lässt sich besser einschätzen, ob tatsächlich ein Zusammenhang mit dem Spam Update besteht oder andere Ursachen für die Veränderung verantwortlich sind.
Wenn Du unsicher bist, ob Deine Website vom Google Spam Update betroffen ist, kannst Du dies mit unserem kostenlosen SEO Audit herausfinden und zusätzlich mögliche technische und inhaltliche Optimierungspotenziale Deiner Website aufdecken.